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Leer

Die Banane danach ist für Sportler tabu

Von Horst Kruse
6. März 2010

Dr. Wolfgang Feil referierte in Leer zu den Themen Ernährung und Heilungschancen bei Arthrose. Mehr als 200 Zuhörer lockte der Vitalstoff-Experte an. Seine Empfehlungen für eine hohe Lebensqualität: Ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und positives Denken.
Insbesondere Läufer verfolgten interessiert den ersten Vortrag zum Thema Sporternährung. Bilder: Wolters
Leer - "Wenn ihr mit 90 Jahren noch Marathon laufen wollt, dann achtet auf eine hochwertige Ernährung." Das empfahl Dr. Wolfgang Feil am Donnerstagabend im Viehhofrestaurant in Leer rund 70 Ausdauersportlern. Die Läufer verfolgten mit großem Interesse den Vortrag "Wie kann Sporternährung bei der Regeneration helfen?" des Biologen und Sportwissenschaftlers aus Tübingen. Als der 50-Jährige später am Abend 120 Minuten lang "Neue Wege bei Arthrose" vorstellte, platzte der Saal aus allen Nähten. "Wir hatten 135 Besucher", freute sich Edzard Wirtjes. Auf Einladung des Ossiloop-Organisators war Feil nun schon zum vierten Mal in Leer.

Eines gab Feil, der mit viel Humor kurzweilig referierte, den Zuhörern beider Vorträge mit auf den Weg: "Der menschliche Körper bildet täglich 100 Milliarden neue Körperzellen, er ist auf Regeneration und Selbstheilung ausgerichtet, braucht dafür aber zwingend die beste Ernährung, ausreichend Bewegung und positive Gedanken."

"Wer eine Banane ist, hat verloren"

Insbesondere die Ernährung werde inzwischen auch im Sport als ganz wichtig erkannt, sagte Feil. "Wer sich schlecht ernährt, ist schlapp, nicht leistungsfähig und verletzungsanfällig", sagte der Marathon-Läufer. Er empfahl den Sportlern drei Hauptmahlzeiten mit vielen verschiedenen Gewürzen am Tag. Zwischendurch ist nur Wasser, grüner Tee oder eine Handvoll Walnüsse erlaubt. Auf den Tisch kommen sollten wenig Kohlenhydrate, wenig fettarmes Fleisch, dafür viel Obst und Gemüse, das Kalium enthält sowie chromhaltige Nahrung. Wo steckt Chrom drin? "Früher konnten wir Chrom von den Stoßstangen kratzen", scherzte Feil. "Heute holen wir es uns aus Vollkornprodukten." Seine Empfehlung: Sauerteigbrote essen, dazu Käse, mageren Schinken, Pilze und Nüsse.

Nach einem Wettkampf tabu, weil sinnlos, sei die Banane - auch wenn sie bei vielen Großveranstaltungen angeboten werde. "Wer nach einem Wettkampf eine Banane isst, hat verloren", sagt Feil. "Die liegt zulange im Magen rum, ehe sie etwas bewirkt."

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Sonnabend, 6. März, in der Ostfriesen-Zeitung.

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Leser-Kommentare:
Herbert schreibt am 07.03.2010:
Die Sache mit der Banane ist ganz grosser Unsinn.
Habe fuenf Ironman in Hawaii mitgemacht(1981-85)
und bin nach wie vor der Meinung dass Die Banane fuer den Sportler einer der wichtigsten Nahrungsmittel ist die er auf die Schnelle verzehren kann.
Alle paar Jahre kommt jemand mit Faseleien dieser Art um
den Saal zu fuellen.Damals waren es die Haufen von Salaten(ohne ALLES)und jetzt ist es der gruene Tee.



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