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Leer

Kellner: Kein Bebauungsplan für die Klinik

Von Petra Herterich
28. Juli 2009

Das neue Gelände des Kreiskrankenhauses an der Augustenstraße gehört zur Sozialen Stadt. Laut Leeraner Bürgermeister gibt es einen Beschluss, dort keine neuen Objekte errichten zu lassen. Von den Plänen wurde er überrascht.
Diese Häuser sollen weg: Augustenstraße 20 (r.) bis 28 gehören jetzt dem Klinikum Leer.
Bild: Herterich
Leer - Kellner kocht. Der Leeraner Bürgermeister ist richtig sauer auf den Geschäftsführer des Klinikums Leer, Holger Glienke. Denn wie alle anderen Bürger hatte auch Wolfgang Kellner erst aus der Zeitung erfahren, dass das ehemalige Kreiskrankenhaus 24 Grundstücke zwischen Augusten- und Großstraße gekauft hatte und auf der rund 13 000 Quadratmeter großen Fläche bauen will. Die Nachricht schlug bei der Stadt ein wie eine Bombe.

Um die Pläne des Klinikums zu realisieren, muss aber erst noch ein Bebauungsplan aufgestellt werden - und zwar von der Stadt. "Es gibt aber einen Ratsbeschluss, genau das nicht zu tun, denn das Gelände ist Teil der Sozialen Stadt", stellt der Bürgermeister klar. Würde dort gebaut werden, würde der Wert aller Grundstücke steigen und alle Eigentümer müssten Ausgleichsbeträge zahlen. "Der sanierungsbedingte Gewinn würde steigen. Um die Eigentümer vor solchen Nachforderungen zu schützen, gibt es den Ratsbeschluss, keine Bebauungspläne für die Soziale Stadt zu erstellen."

Das ehemalige Kreiskrankenhaus plant, die auf dem Gelände stehenden Häuser abzureißen, um dann selbst dort zu bauen. Was genau auf der Fläche gegenüber dem Klinikum entstehen soll, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass es sich um "Angebote rund um die Gesundheitsversorgung" handeln wird, so Geschäftsführer Holger Glienke. Er hatte das Gelände für das Klinikum von Immobilienmakler Günter Kuhlmann (IMS) am Sonnabend erworben. Dazu gehören auch die Häuser in der Augustenstraße 20 bis 28. Sie würden nach den Plänen der Klinik abgerissen werden.

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Leser-Kommentare:
Schmidt schreibt am 29.07.2009:
Ich war bisher immer der Meinung das die Stadt ein Vorkaufsrecht hat.
Kauselautzki schreibt am 28.07.2009:
Ja, jeden Tag etwas Neues vom " Klinikum " Leer !



Geld ist ja scheinens genug da, ääh, nur nicht für die Dinge, die dringend erforderlich sind.



Beispiel:



Sie sind schwer erkrankt und müssen per Hubschrauber von der Insel in`s KLINIKUM gebracht werden.

Wo landen Sie ?

Nicht beim KLINIKUM, denn das hat keinen Landeplatz mehr, sondern am Regionalflugplatz Leer/Papenburg, von wo aus Sie per RTW zum KLINIKUM transportiert werden !



Sie haben eine schwere Augenverletzung.

Sie müssen am Auge operiert werden !

Aber wo, am KLINIKUM ?

Ist nicht möglich,denn die Augenabteilung des KLINIUKUM´S ist nur eine " Zweigstelle " einer Augenarztpraxis in Leer.

Somit keine stationäre Versorgung.



Aber nun, Herr Glienke, frisch an`s Werk und Einrichtungen zur Rehabilitation und Prävention, geschaffen.



Notfallpatienten und Augenverletzte werden es ihnen danken !!
schreibt am 28.07.2009:
Endlich mal wird einem Herrn Glienke evtl. gezeigt das er nicht machen kann was er will.
Hoffentlich bleibt unser Bürgermeister bei seiner Meinung und
ändert sie nicht nach Gesprächen mit dem Aufsichtsrat.....



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