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Leer

Klinikum will weiter Grundstücke kaufen

Von Petra Herterich
10. März 2010

Ein Kaufvertrag konnte inzwischen von der Stadt Leer geprüft werden - er wurde abgelehnt. An eine Rückgabe der Flächen denkt Klinik-Geschäftsführer Holger Glienke aber nicht.
24 Grundstücke gegenüber dem Klinikum bis hin zur Großstraße hat das Kreiskrankenhaus gekauft. Und es können noch mehr werden, wenn sich eine Gelegenheit bietet.
Bild: Archiv
Leer - 13 000 Quadratmeter Grundstücke hat das Klinikum Leer gekauft - und es will nicht einen Quadratmeter davon wieder zurückgeben. Im Gegenteil: "Wenn es ein Nachbargrundstück gibt, das man kaufen kann, dann kauft man das", lautet nach wie vor die Devise von Klinik-Geschäftsführer Holger Glienke.

Um den Kauf der Fläche zwischen Augusten- und Großstraße hatte es viel Wirbel gegeben. Teile des Gebietes gehören zum Projekt Soziale Stadt. Über ihren Verkauf entscheidet das Sanierungsmanagement. Dort müssen alle Kaufverträge vorgelegt werden, auch die der Klinik. Bisher sind die Verträge für die 24 Grundstücke, die das Klinikum von der Firma IMS-Immobilien erworben hatte, noch nicht eingegangen. Vorgelegt wurde allerdings ein Kaufvertrag für das Eckgrundstück Annen-/Augustenstraße, in dem sich ein Kiosk befindet. Dieser wurde, so ist aus dem Rathaus zu hören, vom Sanierungsmanagement abgelehnt. Über zwei weitere dort vorliegende Verträge wurde bisher noch nicht entschieden.

Klinik-Geschäftsführer Glienke sieht?s relativ gelassen. Das Projekt Soziale Stadt läuft 2015 aus, und damit auch die Auflagen. "Es ist egal, ob sich auf der Fläche heute, in fünf oder in zehn Jahren was entwickeln kann", sagt er. "Wir können auch einzelne Häuser als Wohnraum für unsere Mitarbeiter und Auszubildenden gebrauchen." Glienke erinnert daran, dass auch auf dem jetzigen Gelände der Klinik früher Privathäuser standen. "Auch dieses Gelände wurde Stück für Stück zusammengekauft - sonst wären wir ja nicht da, wo wir heute stehen", stellt er klar.

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Leser-Kommentare:
Guenther schreibt am 12.03.2010:
@cappu...
groesseres Klinikum ist leider nicht gleich "gute Versorgung"...
Cappu schreibt am 12.03.2010:
Ich finds gut!

In anderen Städten werden Krankenhäuser geschlossen, wenn das Klinikum erweitert wird, werden wir die nächsten Jahre wohl immer eine vernünftige Gesundheitsversorgung direkt vor Ort haben!
Sunny2010 schreibt am 11.03.2010:
Auf der einen Seite gibt es im Kreistagshaushalt ein Defizit von 8,5 Millionen und auf der anderen Seite scheint aber genug Geld da zu sein, dass Herr Glienke damit um sich werfen kann! Da passt doch etwas nicht zusammen. Gibt es keine Gremien die so eine Geldverschwendung und Misswirtschaft verhindern können?

Es kann doch nicht sein dass Bramlage und Co. mit unseren Steuergeldern die halbe Stadt aufkaufen nur um sich mit dem Klinikum ein Denkmal zu setzen.

Da wird für Millionen eine Wellnessoase im Krankenhaus gebaut, die man als Normalbürger dann aber nur benutzen kann wenn man teuer dafür bezahlt.
Gustav schreibt am 10.03.2010:
@ Markus R ich gebe ihnen vollkommen recht. Das Ding heißt ja schon lange nicht mehr "Klinikum", sondern "Glienikum"!
Markus R schreibt am 10.03.2010:
Moechte man in einem Krankenhaus Patient sein, dessen Chef nur darauf wartet, dass er seine Nachbarn auskaufen und und die soziale Stadt aufheben?

Wo, Herr Glienecke, soll denn die soziale Stadt hin?
Beton und Asphalt sind, wie wir wissen nicht gut fuer die Seele.
Wenn man den Stadtvaetern glauben darf, dann steht uns da mehr als genug von ins Haus.

Warum wollen sie so gern dieses Stueck Leeraner Innenstadt auch noch platt machen? Haben sie nicht genug mit Beton geschmissen, in den letzten Jahren? Ihr \\\\\\"gesundheitszentrum\\\\\\" ist zunehmend krankmachend...







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