Regionalligist Aurich lag im Heimspiel gegen Glinde nach einer Viertelstunde mit 6:8 zurück. Erst als die Ostfriesen Christoph Frank in Manndeckung nahmen, bekamen sie die Partie in den Griff. Jan-Uwe Behrends erzielte zwölf Treffer für den OHV.
Der Auricher Florian Ladwig (rotes Trikot) kommt mit dieser artistischen Einlage zwar noch an den Ball, doch ein Treffer gelang ihm nicht.
Bild: Ortgies
Aurich - Leichtes Spiel hatten die Regionalliga-Handballer des OHV Aurich am Sonnabend in der Heimpartie gegen den Tabellenvorletzten SG Eintracht Glinde: Die Ostfriesen setzten sich vor 800 Zuschauern in der Sparkassen-Arena gegen die ersatzgeschwächten Gäste locker mit 34:28 (15:13) Toren durch und
festigten ihren dritten Tabellenplatz. Trotz des zweithöchsten Saisonsieges war OHV-Trainer Eric Hettmann nicht zufrieden: "Gegen einen angeschlagenen Gegner haben wir uns schwer getan."
Der Klub aus Sachsen-Anhalt reiste nur mit einer Rumpfmannschaft an. Das Fehlen aller vier mit einem Doppelspielrecht ausgestatteten Nachwuchsakteure vom benachbarten Bundesligisten SC Magdeburg schwächte Glinde spürbar. Die Auricher glaubten deshalb offensichtlich an einen Spaziergang und erlebten zu Beginn der Partie eine böse Überraschung. Glinde nutzte Abwehrschwächen der Heimmannschaft immer wieder aus und lag nach einer Viertelstunde mit 8:6 vorn. "Wir hatten nur das Torewerfen vor Augen", bemängelte Hettmann.
Der OHV wechselte den Torhüter - Patrick Anders löste Jens Lievens ab (13.) - und nahm Eintracht-Spieler Christoph Frank, der bereits viermal getroffen hatte, durch Eduard Arndt in Manndeckung. Die Maßnahmen zeigten Wirkung. Der starke Jan-Uwe Behrends markierte mit seinen Toren vier und fünf den 8:8-Ausgleich (20.). Malte Kress sorgte mit seinem einzigen Treffer zum 9:8 für die erste Auricher Führung, nachdem die SG-Abwehr zunächst drei OHV-Würfe abgeblockt hatte. Fortan kontrollierten die Ostfriesen das Geschehen.
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