Eine zusätzliche Speicherstation für die Einlagerung von 1,5 Milliarden Kubikmetern Gas ist geplant. Gegenwärtig werden in der Gemeinde Friedeburg 30 neue Hohlräume im Salzstock geschaffen. Die Hälfte davon hat der Essener Konzern schon gepachtet.
Eon-Projektleiter Dr. Thomas Pfeffer (von links), Bauleiter Mario Giertz, Eon-Pressesprecher Helmut Roloff und Maike Dupont von Eon-Gas-Storage informierten am Donnerstag auf der Kavernenanlage in Etzel über ihr Vorhaben.
Bild: Stolle
Etzel - "Mit dem Bauvorhaben stärken wir den Standort Etzel und seine Bedeutung für die Erdgasinfrastruktur in Deutschland", sagte Dr. Thomas Pfeffer aus Essen am Donnerstag bei der Vorstellung eines neuen Projektes. Die Eon-Gas-Storage, eine Tochter der Eon-Ruhrgas AG, will bis 2012 in der
Gemeinde Friedeburg für 356 Millionen Euro eine zusätzliche Speicherstation bauen.
Dahinter verbergen sich weitere gigantische Zahlen. Eon ist der größte Mieter unterirdischer Erdgasspeicher in Etzel. Andere Konzerne und die IVG investieren auch. Insgesamt werden in den nächsten Jahren zwei Milliarden Euro ausgegeben. Bereits im Bau ist eine Pipeline von Bunde nach Etzel.
Eon betreibt mit norwegischen Partnern seit 1993 bereits 19 Kavernen in der Gemeinde Friedeburg, In ihnen lagern rund 1,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Die Kapazität soll in den nächsten Jahren schrittweise um "zunächst" etwa 1,5 Milliarden Kubikmeter erweitert werden, teilte der Konzern mit. Insgesamt hat Eon zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas europaweit eingelagert. In Deutschland sind es sechs Milliarden. Das deckt den Jahresbedarf von drei Millionen Haushalten ab. "Nicht Personen, sondern Haushalte", bekräftigte Pfeffer.
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag, 5. Februar, in der Ostfriesen-Zeitung.
Was dann passiert? Dann sieht es in Friedeburg, Etzel und Horsten und weiteren Ortschaften so aus wie jetzt in Haiti!
Gerd schreibt am 07.02.2010:
Es sollte heißen: ATOMmüll... ;-)
Gerd, nachdenklich schreibt am 06.02.2010:
Beim Lagern vom Automüll im Salz macht man sich politisch korrekt in die Hose, um einen Hebel zum Ausstieg zu haben. Beim Gas dagegen fackelt man nicht lang! Schon komisch: das Gefahrenpotenzial ist nämlich gegeben. Katastrophale Gasaustritte sind nicht sicher auszuschließen und was passiert, wenn (un)absichtlich Luft in eine Gaskaverne geleitet wird?!? Das Äquivalent einer Wasserstoffbombe risse einen Kilometer großen Krater.